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Update 1:
So, nachdem ich jetzt das Makiwara einige Monate getestet
habe (wenn auch nicht so regelmäßig wie es nötig wäre), sieht es
so aus, als wenn unsere Konstruktion praxistauglich ist. Ändern
könnte man noch die Abmessung des Holzes. Nach wie vor halte ich
es nur mit Leder bezogen für zu hart. Zur Zeit haben wir ein Stück
Judotatami mit Textilklebeband straff umwickelt befestigt. Für mich
ist es jetzt genau richtig. Es lassen sich nahezu alle Tsuki- und
Uchitechniken daran üben. Bei Geritechniken ist der Einsatzbereich
sehr eingeschränkt. Hier sind sicherlich andere Bauformen des Makiwara
zu überlegen.
Wie mit allem im Leben, scheint aber nicht alles jeden
gleichermaßen anzusprechen. Da Makiwaratraining im freien Training stattfinden
soll, kann man beobachten, dass zunächst großes Interesse am Makiwara besteht
( Ippon, genau!; Eisenfaust und so ..... :) ). Aber wirklich daran üben sieht
man sehr wenige :). Es dauert doch ein wenig bis man ohne
"nachzudenken" mit voller Kraft "reinlangen" kann.
Christian Winkler
Makiwara
Viele wollen es, aber keiner weiß wie.
Das ging unserem Dojo auch so. Klar kannte man alle Bauanleitungen
und Erfahrungsberichte, wusste das es flexibel usw. sein muss.
Doch wie befestigen in einer öffentlichen Turnhalle. Da gibt
es die Lösung das Makiwara in die Öffnungen für
die Reckstangen zu stecken. Leider sind die Erfahrungen aus befreundeten
Dojos nicht befriedigend gewesen. Nach kurzer Benutzung hat sich
das Makiwara immer wieder "losgerappelt".
Die Idee:
Eine massive Stahlkonsole die in die Öffnungen für die
Reckstangen passt, und selbst dem stärksten Karateka das
Wasser in die Augen treibt .
Bodenöffnung
10 X 10 cm
Die Umsetzung:
Nach ausmessen der Öffnungen im Hallenboden ging es an die
Konstruktion der Konsole.
Nach einigen Zeichnungen war der Prototyp auf dem Papier fertig.
Also die Zeichnung an Jürgen Beuerlein weitergeben, der dann
die benötigten Einzelteile per Laser zugeschnitten hat.

Konsole, Skizze der Einzelteile. Um
die Skizze zu vergrößern, anklicken!
Anschließend hat Manfred Lootze für das fachgerechte
Verschweißen der Einzelteile gesorgt.
In der Zwischenzeit wurde darüber nachgedacht wie das eigentliche
Makiwara denn beschaffen sein sollte.
Nach den in der Literatur angegebenen Maßen haben wir uns
dann empirisch (aua, aua!!) an die richtige Abmessung "rangestossen".
Mathias Brötzmann hatte da den richtigen Kontakt zum Schreiner
und musste das Makiwara immer wieder zum Abarbeiten in der Dicke
mitnehmen.
Gleichzeitig habe ich noch ein Shureido-Makiwara bei Kamikaze
in Spanien bestellt.
Interessanter Weise sind die Abmessungen ähnlich dem unserer
Versuche.
Nachdem wir jetzt 2 Makiwara hatten musste natürlich noch
eine 2 Konsole her.
Bei dieser haben wir dann, anstatt einer, zwei Stützen eingeschweißt,
man weiß ja nie wer zum Training kommt. :) Zusätzlich
haben wir die untere Hülse verlängert um eine noch größere
Stabilität gegen Querkräfte zu erreichen.
Bei den diversen Versuchen in der Halle hat Ralph Schulte den
Korrosionsschutz der Konsolen bemängelt. (schließlich
ist Angstschweiß ein aggressives Medium).
Also hat er die Konsolen dann Feuerverzinken lassen.
Als Schlagfläche haben wir uns für Leder entschieden.
Da wir uns zur Zeit noch in der erweiterten Versuchsphase befinden
haben wir das Leder mit unterschiedlich dickem Gummi aus dem Baubereich
unterfüttert.
Die ersten 500 Tsuki ließen sich ganz gut an, ist aber nach
meinem Geschmack in der Polsterung noch zu etwas zu hart, weitere
Erfahrungsberichte folgen.................
Die Einzeilteile
Die Konsole
Vorderansicht
Seitenansicht
Der Selbstversuch
Hier
klicken um es als Video zu sehen
Das Makiwara Team
Zuschnitt:
Jürgen Beuerlein, Ni-Dan
Fügetechnik: Manfred
Lootze, 3. Kyu
Oberflächenschutz:
Ralph Schulte, Ni-Dan
Kannte
den Schreiner: Mathias Brötzmann, 4. Kyu
Konstruktion:
Christian Winkler, Yon-Dan
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