Wie gewohnt war die Zahl der Dan-Träger und –Anwärter hoch, die sich zum ersten Dansha-Lehrgang des Jahres 2012 in Kamen trafen. Und wie zu erwarten, hat Sensei Nöpel die Teilnehmer für ihr Kommen auch belohnt. Natürlich nicht in Form von Barem oder Gratifikationen, sondern mit kleinen Appetit-Häppchen á la Karate.
Zunächst einmal gab es Informationen zu Dan-Prüfungen. Ob nun die eigene Prüfung ansteht oder bei seinen Schülern, gibt es bei einigen Themen immer wieder Unklarheiten. So z.B. ob ein Kiai schon beim Kihon Ido erfolgen sollte. Er kann, aber wichtiger ist er an der richtigen Stelle in den Partnerformen. Auch möchten die Prüfer den Ablauf einer Bunkai erkennen können. Eine langsame Demonstration im Vorfeld ist hier oftmals sinnvoll. Es wurden noch weitere Punkte erörtert, bevor es daran ging, die Kata eines Partners auf grobe Fehler hin zu beurteilen.
Nach der Pause übernahm Alf mit dem Bereich der unterschiedlichen Distanzen. Den Einstieg bildeten die langen Distanzen, wie Gyaku Zuki mit Vorwärtsbewegung und Fußtechniken. Danach wurde auf Armlänge verkürzt. In diesem Bereich durfte dann auch ausprobiert werden, was funktioniert und was nicht. Danach wurde die Distanz noch weiter verkürzt. Jetzt durfte aber nicht mehr nach hinten ausgewichen werden, sondern nur noch zur Seite. Die Krönung stellte dann die gleichzeitige Abwehr mit Konter dar. Fritz Nöpel stellte dann noch einige versteckte Würfe aus den Kata vor, die natürlich mit dem Partner nachvollzogen werden mussten.
Zum Abschluss widmete sich Fritz Nöpel den Tricks, die uns in der Kata gezeigt werden, um den Gegner zu verwirren. Und er machte einen kleinen Ausflug zu den Gemeinheiten der Angreifer, die die Absicht haben uns zu überfallen. Zu erwarten, dass ein Angreifer fair ist, ist Leichtsinn.
Im Anschluss haben die anwesenden Vereinsvertreter einen neuen Stilrichtungs- und Prüferreferenten für das Goju Ryu in NRW gewählt. Diese Ämter wurden bisher von Fritz Nöpel in Personalunion ausgeführt, der sich aber aus diesem Bereich zurückziehen möchte. Ab dem 29.01.2012 ist Ludger Niemann für den Bereich Prüfung und Christian Winkler für die Stilrichtung zuständig.
 Es gibt sie noch, die Karateka, die bereit sind, sich zu quälen! Deutlich wurde es an diesem Sonntag, dem 15.01.2012. Über 30 Karateka versuchten, die gestellten Aufgaben des Wintertrainings zu erfüllen. Es wurde allein oder in kleinen Gruppen gearbeitet, um sich gegenseitig zu motivieren. Gefordert wurden: 1000 Zuki, 1000 Mae-Geri, 250 Hara Tekki ( Sit Ups) und 250 Udetate (Liegestütz), in 80 Minuten. Knapp bemessen, aber für die meisten reichte die Zeit dann auch aus. Die große Schwierigkeit besteht darin, die letzte Technik genauso gut zu machen, wie die erste. Das ist nicht leicht, wenn die Arme immer müder werden und die Beine immer schwerer.
Nach einer kurzen Pause konnte man seine letzten Reserven nochmal anzapfen und beim Kihon-Ido zeigen, was noch bleibt, wenn der Körper eigentlich gar nicht mehr will. Zum Abschluss wurde die Kata Sanchin gemeinsam gelaufen und Sensei Nöpel sprach den Teilnehmern ein Lob aus, dass sie so gut mitgemacht haben.

Nach dem Motto:“ Erst die Arbeit und dann das Vergnügen“, gab es im Anschluss selbstgemachte Erbsensuppe. Dank an Waldemar und Barbara, die am Samstag vorgekocht haben.
Die Bilder hat freundlicherweise Birgit Mangels zur Verfügung gestellt.
Sicher haben sich einige von Euch gefragt, was mit den Spenden vom Sommer-Lehrgang 2011 geschehen ist. Während unseres Japan-Aufenthaltes hatten wir die Möglichkeit, die Spenden von Euch an die Organisation "Kosebunka jygyodan" zu übergeben. Diese Organisation hat einen direkten Draht zu den Betroffenen der Tsunami-Katastrophe und arbeitet eng mit der Zeitung "Asahi Shinbun" zusammen. Durch freundschaftliche Kontakte unserer Verwandtschaft zu dieser Zeitung konnten wir die Spenden auf den richtigen Weg bringen. Danke an alle, die sich an der Spendenaktion beteiligt haben!

von links nach rechts: Herr Masataka Watanabe (Chefredakteur/Asahi Shinbun Osaka), Sensei Nöpel, Christian Winkler, Jacqueline Winkler, Eiko Nöpel
Nach langer Zeit ist endlich mal wieder geglückt, eine kleine aber feine Mannschaft zusammen zu stellen, und auf ein Turnier zu schicken. Phillip Koch , Lukas Moroz , Benjamin Hög und Alexander Hakenesch bereiteten sich mit ihrem Coach Tobias Zöllner über Wochen vor, und waren hoch motiviert nun endlich mal zu starten.
Leider waren es nur 12 Starter in Ihrer Klasse, so das es schnell zu vereinsinternen Duellen kam. Auch mit den neuen Wettkampfregeln musste man sich erst einmal zurechtfinden. Nach sehr spannenden Kämpfen konnten wir aber dann mit 2 Platzierungen nach Hause fahren.
2. Platz für Phillip Koch
3. Platz für Benjamin Hög

Phillip Koch , Lukas Moroz , Alexander Hakenesch und Benjamin Hög
Herzlichen Glückwunsch !!!! Macht weiter so !!!!!
Gerade erst angefangen und schon wieder vorbei. Der Lehrgang, der Goju Ryu Karateka aus ganz Deutschland anzieht und diesmal auch aus der Schweiz, fand wie gewohnt am Wochenende um Christi Himmelfahrt statt. Die über 500 Teilnehmer hatten Glück mit dem Wetter und so war es nach Jahren mal wieder möglich, trocken auf er Wiese zu zelten und zwischen den Trainingseinheiten den Gi in der Sonne zu trocknen.

 Die Angebote für die Karateka waren sehr vielseitig. Natürlich standen die klassischen Themen wie Kumite Formen, Kata, Bunkai und Selbstverteidigung im Vordergrund. Die Referenten, die sich in den verschiedensten Bereichen spezialisiert haben, zeigten ihr Karate, so wie sie es verstehen und auch in ihren Dojos vermitteln. Die Experten aus dem Shotokan, Lothar Ratschke und Martin Nienhaus, entführten in ihre Stilrichtung. Der im Yuishinkan nicht unbekannte Bodenkampf fand genauso Anklang, wie die SV für Frauen oder die Theorie-Einheiten. So gab der Lehrgang auch die Möglichkeit mal über den Tellerrand zu schauen oder sich einfach neue Anregungen zu holen. Mit einer Einheit für Dan-Träger ab dem 4. Dan setzte Fritz Nöpel seine Fortbildungsreihe für die höheren Dane fort. Es war also für jeden etwas dabei.
Natürlich gehörte das Fachsimpeln zwischen den Trainingseinheiten genauso dazu, wie das „Hallo“, weil man sich jedes Jahr hier trifft, oder das Feiern am Abend. In den nächsten Wochen wird das Training sicher von den neuen Eindrücken beeinflusst und es ist schön zu wissen, zu einer großen Gemeinschaft zu gehören.
Um für die Opfer der Tsunamikatastrophe in Japan Geld zu sammeln wurde eine Spendenbox aufgestellt. Es sind 2035 € zusammengekommen. Danke an alle!
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