Yuishinkan Goju-Ryu Karate-Do Kamen/Bergkamen

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Berichte

Dansha-Lehrgang vom 2.10.2016

In Kamen fand am Sonntag, den 2. Oktober ein Dansha-Lehrgang unter der Leitung von Alf Lehmann, 5. Dan, und Martin Nienhaus, 5. Dan, statt.

Das Thema war: Wegschule - die Bedeutung der Kata Bunkai. Wie wird eine Kata gelesen?

Hierzu verteilte Alf zunächst ein Arbeitsblatt. Folgende Fragen wurden in Kleingruppen bearbeitet:

  1. Wie beginne ich eine Kata zu analysieren? Welches sind meine ersten Schritte / Gedanken?
  2. Was darf / soll ich grundsätzlich und was darf / soll ich nicht tun?
  3. Was bedeuten die in der Kata vorgegebenen Bewegungsrichtungen? Haben sie überhaupt eine Bedeutung?
  4. Wie kann ich die Struktur der Kata betrachten?
  5. Welche Bedeutung / Prinzipien verbergen sich hinter einzelnen „technischen Ausführungen“?
  6. Was muss ich persönlich beachten bei der Auswahl / Ausführung „meiner“ Kata Bunkai?

 

Die Ergebnisse wurden anschließend im Plenum vorgestellt und diskutiert.

Im praktischen Teil ließ Alf zwei Sequenzen aus der Geki Sai Dai Ichi betrachten. Verschiedene Interpretationen wurden erarbeitet.

Nach der Pause ging es noch einmal an die Geki Sai als Partner-Bunkai.

Danach übernahm Martin und stellte vor, wie man an das Lesen der Kata einerseits aus westlicher Sicht und andererseits aus asiatischer Sicht herangehen kann.
Die westliche Sichtweise ist eher funktional. Es wird zum Beispiel analysiert, welche Muskeln gebraucht werden, welche Muster im Gehirn abgelegt werden, es gibt naturwissenschaftliche Erklärungen oder physikalische Messungen.
Dagegen ist die asiatische Sichtweise eher eine Bildersprache. So werden hier die Tiere in der Kampfkunst oder die 5 Elemente als Erklärungshilfen herangezogen.

Mit Beispielen aus einer Shotokan Kata ließ Martin für die westliche Sichtweise die Richtungsstellungen zum Gegner üben. Es ergaben sich 3 verschiedene Prinzipien bei drei scheinbar gleichen Sequenzen.
Für die asiatische Sichtweise wurden Übungen zum Muskelaufbau und Anwendungen zur Selbstverteidigung trainiert.
Schließlich wurde die asiatische Sichtweise noch auf die ersten drei Bewegungen der Geki Sai Dai Ichi angewandt.

 

Insgesamt ein sehr lehrreiches Training, das mit rund 30 Teilnehmern gut besucht war.


Kata Bunkai: Geki Sai Dai Ichi


Welche Kata-Sequenz wird hier wohl als Kata Bunkai geübt?

 

Sommertraining 2016 beim KKB e.V.

Wie gewohnt fand in den großen Ferien beim KKB e.V. wieder das Sommertraining statt, das sich speziell an die Oberstufe richtet. Dieses Jahr gab es etwas Besonderes. Nach dem Prinzip der Trainerrotation wurde jeder Trainingsabend von einem anderen Schwarzgurt geleitet. Dadurch ergab sich eine große Vielfalt an Themen:

Den Anfang machte Jürgen Beuerlein mit der 9-Block-Form nach Martin Nienhaus. Weiter ging es mit Michaela Loukidis. Sie ließ Basics wie Kata Umpo, Stände und Kihon Ido sowie Selbstverteidigung im Kreis üben. Die nächste Trainingseinheit übernahm Waldemar Duda. Sein Schwerpunkt waren unter anderem die 4 Kleinen Kata und die Kata Sesan. Bei Heike Buck gab es die 12 Fäuste und bei Andreas Kärting Kata no nage. Markus Swobotta ließ Techniken mit den offenen Händen trainieren. Edith Suttorp hatte sich die Kumite Ura 1 bis 12 ausgesucht. Der nächste Trainingsabend mit Manfred Kliesch hatte Übungen zur Standfestigkeit, Kihon Ido, Kumite Ura und die Kata Sanchin zum Inhalt. Markus Knopp legte seinen Schwerpunkt auf die Selbstverteidigung unter dem Aspekt des Bestehens gegen einen  körperlich überlegenen Gegner. Bei Alexander Hakanesch stand „Parkplatz-Karate“ auf dem Programm, d.h. es wurde draußen vor der Halle in der ungewohnten Umgebung und in Straßenkleidung trainiert. Kihon und Kihon Ido, Pratzentraining sowie Partnerübungen zum Flow waren Thema bei Felix Lehmann. Den letzten Trainingsabend  leitete Manuela Schäfer mit Tritten in allen Varianten.

Als Abschluss des Sommertrainings gab es am 19. August einen Grillabend, bei dem noch ausgiebig über das Gelernte diskutiert wurde.

Ein gelungenes Trainingskonzept mit abwechslungs- und lehrreichen Inhalten.



 

Kyu-Prüfung vom 4. 7.2016

Kurz vor den Sommerferien gab es am Montag, den 4. Juli beim Karate-Do Club Kamen / Bergkamen noch eine Kyu-Prüfung.

Anna-Katharina Hög und Anke Straube, jeweils zum 8.Kyu, Elias Bauer, Semen Toncarin und Dominik Witkowski zum 7. Kyu sowie Bernd Murza zum 1. Kyu traten an. Die Nervosität war bei allen Prüflingen deutlich zu spüren, galt es doch vor den kritischen Blicken der beiden Prüfer Felix Lehmann und Michaela Loukidis zu bestehen. Auch zahlreiche Zuschauer – Familienangehörige, Freunde und Vereinskameraden und sogar Vereinschef Christian Winkler - begutachteten die Teilnehmer.

Die Prüflinge zeigten ihr Können in den Disziplinen Kihon Ido, Kata, Kihon Ippon Kumite und Yakusoku Kumite. Bernd Murza zeigte zusätzlich Kata Bunkai und Goshin-Jitzu-Kumite. Als letzter Prüfungspunkt musste noch ein schweißtreibendes Konditionsprogramm absolviert werden.

Die Teilnehmer waren gut vorbereitet und überzeugten die Prüfer mit ihren Leistungen, so dass alle bestanden und ihre neue Urkunde mit nach Hause nehmen konnten.

Herzlichen Glückwunsch!



Kihon-Ido:


Michaela Loukidis (Prüferin); Anna-Katharina Hög; Anke Straube; Semen Toncarin; Felix Lehmann (Prüfer); Elias Bauer; Bernd Murza; Dominik Witkowski (von links nach rechts)

 

Jukuren-Lehrgang vom 3.7.2016

Fritz Nöpel und Martin Niehaus boten am Sonntag, den 03.07  in Kamen einen Jukuren-Lehrgang an. Thema war die Selbstverteidigung.

 

Im theoretischen Teil erläuterte der Meister zunächst die Unterschiede zwischen dem Karate-Do in China, Okinawa und Japan. Er ging dann ein auf die Wichtigkeit der Kata und Kata Bunkai und gab Hinweise zur richtigen Einstellung zum Kämpfen: Für eine effektive Selbstverteidigung ist eine kurzzeitige hohe Aggressivität notwendig. Viele Karateka, selbst Schwarzgurte, sind dazu aber nicht in der Lage. Weiterhin erklärte der Meister die Begriffe Jissen und Goshin Jitsu und stellte dar, wie man durch Karate-Do seine Angst bewältigen kann. Schließlich ging es noch um den Unterschied zwischen Koushi, also den Späteinsteigern im Karate, und Jukuren, d.h. den Erfahrenen, die auf ungefähr 30 Jahre Karate zurückblicken können.

Im praktischen Teil wurden dann verschiedene Möglichkeiten der Selbstverteidigung geübt: Gegen einen Packangriff wurde eine Doppel-Abwehr durchgeführt, gefolgt von drei Techniken als Konter, wobei diese drei Techniken eine Auswahl aus den 12 Fäusten, bzw. den 12 offenen Händen sowie eine Kombination der Fäuste und offenen Hände sein sollten. Das gleiche wurde dann mit Mawashi Uke als Abwehr trainiert.

Nach der Pause stellte Sensei Nöpel  seine Techniken dar, die er sich im Laufe seiner 60 Jahre Karate  aus der großen Vielfalt zu eigen gemacht hat. Es ging dabei um seine bevorzugten Stände, Zielregionen, Abwehr- und Kontertechniken, Würfe, Griffe und Hebel sowie um seine Lieblingskatas. Der Meister betonte aber, dass jeder für sich zu den besten Techniken finden muss.  Im Anschluss übergab er an Martin Nienhaus, der mit den Teilnehmern Beweglichkeit und das Ineinanderfließen der Techniken übte: Ausgehend von neun aufeinander folgenden Abwehrtechniken (Ude) im Stand wurden diese Bewegungen dann mit dem Partner erprobt. Nach und nach wurden zusätzliche Konterbewegungen mit eingebaut. Dann wurde an diese Abfolge noch die Mawashi Uke mit Übernahme angebaut. Dieses wurde dann noch gesteigert, indem man die ganze Sequenz flüssig mit dem Partner hin und her und mit Armwechsel üben sollte.

Eine anspruchsvolle Übung zum „Flow“ bei den Bewegungen.


Partnerübungen


Hanshi Fritz Nöpel und Renshi Martin Nienhaus erläutern die korrekte Anwendung

 

Stilrichtungslehrgang vom 26.6.2016

Ein Stilrichtungslehrgang unter der Leitung von Alf Lehmann, 5. Dan, fand am Sonntag, den 26.06. in Kamen statt. Gut 30 Teilnehmer, Braun- und vor allem Schwarzgurte, waren erschienen. Thema war die Kata Shi So Chin.

 

In der kurzen theoretischen Einführung erläuterte Alf die Bedeutung des Namens der Kata und wies auf die verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten hin. Dann ging es auch schon los mit den Übungen. Nach der Aufwärmphase erfolgte direkt die Bearbeitung der Kata. Diese wurde in ihre einzelnen Sequenzen aufgegliedert. Alf ließ immer eine Sequenz zunächst mehrmals laufen und dann mit dem Partner Bunkai-Formen dazu ausprobieren. Wer Ideen hatte, konnte diese in der Gruppe vorstellen. Alf zeigte selbst auch einige Anwendungsmöglichkeiten. Es ergaben sich pro Sequenz sehr vielseitige und teilweise überraschende Bunkai-Formen. Von einigen Teilnehmern wurden die Einzelsequenzen auch zu Kombinationen verbunden. Hier stellte sich wieder einmal heraus, welche Vielfalt an Techniken in den Kata steckt. Wichtig war aber, dass nur sinnvolle, an der Kata ausgerichtete Anwendungen gezeigt wurden. Die vorgestellten Bunkai-Formen wurden anschließend jeweils mit dem Partner geübt.

Bei den einzelnen Schritten achtete Alf sehr auf Details und gab zahlreiche Hinweise zur korrekten Ausführung, etwa bei den Wendungen.

Bei dieser eingehenden Analyse der Kata hätte am Ende die Zeit fast nicht mehr gereicht. Auf jeden Fall konnten die Teilnehmer reichlich Anregungen und Informationen mit nach Hause nehmen.


Kata: Shi So Chin


Kata Bunkai

 


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