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Karate-Do
Lehrgang und Feier vom 17. - 20. Mai 2007
10-köpfige Delegation aus Osaka/Japan unter der Leitung von
Herrn Shigeru Nagoya besucht Kamen.
Im Rahmen der Jubiläumsfeier zum 40-jährigen Bestehen
der Goju-Ryu Karate-Do Stilrichtung in Europa mit ihrem wichtigsten
Vertreter, Herrn Fritz Nöpel als Kamener Bürger und Karate-Großmeister
waren zu dem begleitenden Karate Lehrgang und den Feierlichkeiten
10 hochdotierte Karate-Trainer aus Japan angereist. Über 800
Kampfkünstler waren dem Ruf von Fritz Nöpel gefolgt und
unterzogen sich unter der Leitung der Japaner und mehr als 15 weiterer
Trainer aus dem In- und Ausland in über 50 Trainingseinheiten
anspruchsvollen Lektionen.
In den Sporthallen der Gesamtschule Kamen war in 4 Tagen
40 Jahre Goju-Ryu Karate-Do aus dem YUISHINKAN in Deutschland
das Motto.
Am Samstag (19.Mai) gab es in Halle I ab 15.30 Uhr im Beisein des
Kamener Bürgermeisters Herrn Hupe, der japanischen Gäste
und der Vertreter der Karate Landes- und Bundesverbände eine
Karate-Do Vorführung. Besonders die traditionellen Trainingsinhalte
mit den Partnerformen, in denen verschiedene Situationen der Selbstverteidigung
gezeigt wurden, beeindruckten die vielen Zuschauer. Die Konzentration
der Vorführenden vom Karate-Do Club Kamen/Bergkamen und vom
PSV Dortmund erzeugte eine Spannung, der sich die Gäste und
Zuschauer nicht entziehen konnten. Man hätte während der
Vorführungen eine Stecknadel in der Halle fallen hören
können. Gelöst wurde die Spannung jeweils durch den karatetypischen
Kampfschrei Kiai, der zu jeder Technik den Höhepunkt bildet.
Bei den besonders spektakulär wirkenden Techniken ging ein
Raunen durch die Menge und mancher mag sich gewundert haben, dass
der soeben besiegt am Boden liegende Angreifer kurz darauf wieder
unversehrt aufstehen und sich vor seinem Opponenten, den japanischen
Gepflogenheiten entsprechend, in aller Höflichkeit verbeugen
konnte. Hier wurde deutlich eines der Prinzipien des Karate-Do dargestellt,
nämlich dass das Erlernen von Selbstverteidigungstechniken
im Partnertraining und die perfekte Beherrschung eines potentiellen
Angreifers nur unter der Prämisse der Selbstdisziplin und Selbstkontrolle
möglich ist. Nur wer sich selbst unter Kontrolle hat, kann
auch einen Gegner ggf. kontrollieren und damit von einem Angriff
abbringen. Im Partnertraining heißt das, selbst bei hartem
Körpereinsatz die Kontrolle nie zu vernachlässigen, weil
es sonst schnell zu auch ernsthaften Verletzungen kommen kann.
Die hohe Zahl der Meldungen zu den Dan-Prüfungen (Schwarzgurt)
lies den Veranstalter nach einer Ausweichmöglichkeit für
diesen Lehrgangsteil suchen. In den Sporthallen der RAG BILDUNG
GmbH im Bildungszentrum Bergkamen wurde ein würdiger und überaus
zweckmäßiger Rahmen gefunden. Aus Kamen traten Alf Lehmann
zum 3. Dan und Hans-Jürgen Mesters zum 1. Dan an und konnten
mit Ihren Leistungen überzeugen. Alf Lehmann wurde zudem als
bester Prüfling mit dem "Technikerpokal" besonders
ausgezeichnet. Damit hat der Kamener Verein wieder einmal seine
Ausnahmestellung im Goju-Ryu Karate-Do bewiesen und ist stolz, einen
weiteren höher graduierten Trainer aufweisen zu können.
Bei nur zwei Ausfällen, d.h. 2 von 48 Prüflingen, die
leider nicht das Ziel erreichten, war das Niveau insgesamt sehr
hoch und auch die Kampfkunst-Großmeister aus Japan waren sehr
beeindruckt.
Mit freundlichen Grüssen
Martin Kalkhof
1. Vorsitzender und Pressewart
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